Kursübersicht Weiterbildungen und Zertifikatskurse

Das Ziel der aufgeführten Weiterbildungen ist es, den Mitarbeitern in spezifischen Bereichen der Gesundheits- und Altenpflege sowohl theoretisches als auch fachpraktisches Wissen zu vermitteln. Der Anforderungsbereich an Pflegekräfte wird immer komplexer und wird zunehmend verwissenschaftlicht.

Die Mitarbeiter des Seniorenwerks haben fortan die Möglichkeit betriebsintern einzelne Weiterbildungen zu besuchen. Somit verknüpft sich der zum Teil langjährige praktische Erfahrungsschatz mit neuestem theoretischen Fachwissen und Kenntnissen.

Die Weiterbildung zur „Verantwortlichen Pflegefachkraft“ (inkl. Wohnbereichsleitung) als auch die Schulung zum „Praxisanleiter in der Pflege“ ist modular aufgebaut. Ein modularer Kursaufbau ermöglicht Ihnen, einen gewünschten, staatlich anerkannten Abschluss über einen längeren Zeitraum zu erwerben. Dadurch ergibt sich eine optimale Vereinbarkeit von Arbeit- und Privatleben.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich als Gesundheitsbeauftragter für seine Einrichtung ausbilden zu lassen. Der Qualifizierungslehrgang zur zusätzlichen Betreuungskraft nach § 43 c SGB XI wird einmal jährlich angeboten und findet als Blockunterricht statt.

Für den Bereich des Intensiv betreuten Wohnens wird es auch 2018 wieder die Schulung zur Fachkraft für Außerklinische Heimbeatmung geben. Dieser Kurs befindet sich momentan im Zertifizierungsverfahren der DIGAB (Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaftfür Außerklinische Beatmung).

SW 53-2018 (PDL) SW 54-2018 (WBL) „Verantwortliche Pflegefachkraft nach § 71 SGB XI“ (inkl. Wohnbereichsleitung)

SW 53-2018 (PDL)
SW 54-2018 (WBL)

468 Unterrichtseinheiten

Inhalte:

  • Kommunikation
  • Ethik
  • Pflegeprozess
  • Recht
  • Qualitätsmanagement
  • Methodik und Didaktik
  • Führung und Leitung
  • Betriebswirtschaft
  • Geriatrie und Gerontopsychiatrie
  • Pflegewissenschaft
  • Selbstpflege, Supervision und Balintarbeit

Die Teilnahme an dieser Weiterbildung befähigt die Absolventen, eine ambulante, stationäre oder teilstationäre Pflegeeinrichtung kompetent und effektiv als verantwortliche Pflegefachkraft zu leiten. Diese Weiterbildung erfolgt modular und erstreckt sich über einen Zeitraum von zwölf Monaten (oder länger, wenn nicht alle Module sofort belegt werden).

Zugangsvoraussetzung

(Thüringer Verordnung zur Durchführung der Weiterbildungen in den Pflegefachberufen des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit vom 31.03.2010)

Teilnehmen kann, wer die staatl. Berufserlaubnis in einem der unten genannten Berufe besitzt und innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens zwei Jahre in diesem hauptamtlich tätig war: 

  • Krankenschwester oder Krankenpfleger
  • Kinderkrankenschwester oder Kinderkrankenpfleger
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Altenpfleger/in

Ebenso können zur Weiterbildung Heilerziehungspfleger/innen zugelassen werden, wenn sie auf der Grundlage einer landesrechtlich geregelten Ausbildung über eine staatliche Anerkennung als Heilerziehungspfleger verfügen und in den letzten fünf Jahren mindestens zwei Jahre in der Geriatrie/Gerontopsychiatrie oder in einer Einrichtung der Behindertenhilfe tätig waren.

SW 55-2018 Praxisanleitung für Pflegeberufe

Dozent: Dozententeam der Seniorenwerk Akademie

224 Unterrichtseinheiten

Die Weiterbildung zum Praxisanleiter erfolgt berufsbegleitend und erstreckt sich über die Dauer von sechs Monaten (bei direkter Belegung aller Module – sonst länger). Entsprechend den Vorgaben des Landesverwaltungsamtes sind folgende Module und Inhalte mit insgesamt 224 Unterrichtsstunden vorgesehen:

Inhalte:

  • Kommunikation
  • Ethik
  • Pflegeprozess
  • Recht
  • Qualitätsmanagement
  • Methodik und Didaktik der Anleitung
  • Methodentraining
  • Pflegewissenschaft

Die qualifizierte Anleitung und Ausbildung von Schülern und neuen Mitarbeitern ist ein wichtiger Beitrag zur Personal- und Organisationsentwicklung unseres Unternehmens.

Praxisanleitungen bilden die Brücke zwischen der theoretischen und der praktischen Ausbildung in den Ausbildungsberufen des Gesundheitswesens. Ihre Aufgabe ist es, theoretisches Wissen mit den Anforderungen der Praxis zu verbinden und so die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis zu fördern.

Zugangsvoraussetzung

Teilnehmen kann, wer die staatl. Berufserlaubnis in einem der unten genannten Berufe besitzt und mindestens zwei Jahre in diesem hauptamtlich tätig war:

  • Altenpfleger/in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

SW 56-2018 Grundlagenkurs – Behandlungspflege für Pflegehilfskräfte

Dozent: Dozententeam der Seniorenwerk Akademie

Termin: nach individueller Absprache
40 Unterrichtseinheiten

Diese Weiterbildung befähigt Pflegehilfskräfte ohne formale Qualifikation, genau beschriebene Maßnahmen der Behandlungspflege durchzuführen.

Inhalte:

  • Inhalation
  • Einreibungen
  • Medikamente vorbereiten und verabreichen
  • Blutdruck und Blutzucker messen, Insulingabe
  • Einführung subkutane Injektion
  • PEG Verbandswechsel und Nahrungsgabe über PEG
  • Kälteträger auftragen
  • Dermatologische Bäder
  • Kompressionsstrümpfe/-Strumpfhose ab Klasse II an- bzw. ausziehen
  • Wundversorgung und Verbandswechsel

Dieser Kurs richtet sich ausschließlich an Mitarbeiter im ambulanten Bereich!

SW 57-2018 Fachkraft für Außerklinische Intensivpflege und Heimbeatmung (In Beantragung DIGAB)

Dozent: Dozententeam der Seniorenwerk Akademie

Termin: Beginn: Montag, 08.01.2018

Diese interne Weiterbildung zur Fachkraft für Außerklinische Intensivpflege und Heimbeatmung erfolgt in Anlehnung an das Curriculum der DIGAB (Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung).

Inhalte:

  • Anatomie und Physiologie/Pathophysiologie
  • Grundlagen der Heimbeatmung/beatmungspflichtiger Krankheiten
  • Atemgasklimatisierung
  • Beatmungszugänge
  • Sekretmanagement
  • Trachealkanülen und -Notfallmanagement
  • Monitoring; Weaning
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Ernährung in der Heimbeatmung
  • Psychosoziale Aspekte
  • Neuromuskuläre Erkrankungen
  • Hygiene
  • Dysphagie
  • Infektionslehre, Sepsis
  • Onkologische Krankheitsbilder
  • Terminale Sedierung
  • Sterben

SW 58-2018 Betrieblicher Gesundheitsbeauftragter

Dozentin: Annett Härting-Genzel

40 Unterrichtseinheiten

Um gesundheitsfördernde Strukturen in stationären und ambulanten Pflegeinrichtungen zu etablieren (Betriebliches Gesundheitsmanagement), bedarf es der Einrichtung konkreter Planstellen. Ein wichtiges Bindeglied zwischen Management, Mitarbeitern und externen Einrichtungen wie Krankenkassen und Betriebsärzten ist hierbei ein „Betrieblicher Gesundheitsbeauftragter“.

Inhalte:

  • Ziele und Prinzipien des Betrieblichen Gesundheitsmanagement
  • Handlungsbereiche des BGM
  • Notwendigkeit, Aufgaben und Kompetenzen des Gesundheitsbeauftragten
  • Bedeutung von Gesundheitsfürsorge für den Einzelnen und das Unternehmen
  • Arbeitsschutz, BG, Krankenkassen, rechtliche Aspekte
  • Grundeinstellung zum Thema – gibt es „den Gesunden” oder „den Kranken”
  • Zusammenhänge zwischen Wohlbefinden am Arbeitsplatz und Gesundheit; Fehlzeiten
  • Strukturen und Prozesse im Unternehmen – die systemische Betrachtung
  • Reflexion der individuellen und betrieblichen gesundheitlichen Situation
  • Hintergrundwissen zu aktuellen Gesundheitsdaten, der Entwicklung des Arbeitsunfähigkeitsgeschehens und den Zusammenhängen von wertschätzendem Umgang und Gesundheit

Mögliche Gestaltungsräume:

  • Arbeitszeitmodelle diskutieren
  • Dienst- und Schichtpläne berücksichtigen
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz beachten
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote entwickeln
  • Das Betriebliche Eingliederungsmanagement leben
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf herstellen
  • Familienpflegezeiten beachten und beraten
  • Rückkehrer willkommen heißen

Verhältnis- und verhaltensbezogene Angebote der Gesundheitsförderung - welche gibt es?

  • Beteiligungsorientierte Analyse- und Interventionsinstrumente
  • Kooperationen, Netzwerke und Fördermöglichkeiten

Kommunikation/Methodik/Didaktik – Kompetenzstärkungsthemen

  • Wertschätzende Kommunikation
  • Teamentwicklung – Chancen und Erfordernisse echter Teamarbeit
  • Führung und Gesundheit
  • Bedeutung von Kontrolle, Feedback und positiver Wertschätzung
  • Ziele setzen, umsetzen und Feedback geben können
  • Konstruktiver Umgang mit Konflikten
  • Die eigene Weiterbildung als wichtiger Faktor für fachliche, soziale und personale Kompetenz
  • Das Rückkehrgespräch
  • Netzwerke aufbauen, Informationsgewinn – Krankenkasse, Anbieter von Leistungen, Hilfsangeboten suchen oder erstellen können

Zugangsvoraussetzung

  • Mitarbeiter, die eine positive Einstellung zum Thema Gesundheit haben
  • Mitarbeiter, die über Durchsetzungsvermögen und Selbstbewusstsein verfügen
  • Mitarbeiter, die Bereitschaft zu Weiterbildungen mitbringen
  • Mitarbeiter, die Verschwiegenheit garantieren
  • Mitarbeiter, die die Fähigkeit und Bereitschaft mitbringen, selbstständig, eigeninitiativ und zukunftsorientiert zu arbeiten sowie organisationsstark sind
  • Mitarbeiter, die die Bereitschaft mitbringen, kommunikativ und kooperativ mit Kollegen und Vorgesetzten umzugehen
  • Mitarbeiter, die Spaß am Erkennen und Analysieren von Gesamtzusammenhängen haben und kritikfähig sind

SW 59-2018 Qualifizierungslehrgang für die Tätigkeit als zusätzliche Betreuungskraft nach § 43 b SGB XI (ehemals § 87b SGB XI)

Dozenten: Annett Härting-Genzel, Manuela Huttasch, Madeleine Dornhofer und Tobias Langenberger

Termin: nach Vereinbarung

160 Unterrichtseinheiten (Theorie),
80 Unterrichtseinheiten (Praxis)

Inhalte:

Modul 1:

  • Grundlagen Kommunikation
  • Validation und Interaktion
  • Grundlagen demenzieller Krankheitsbilder
  • Grundlagen psychischer Erkrankungen und geistiger Behinderungen
  • Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation
  • Typische Alterserkrankungen

Modul 2:

  • Grundkenntnisse des Haftungsund Betreuungsrechts
  • Schweigepflicht und Datenschutz
  • Hauswirtschaft und Ernährungslehre
  • Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung, Betreuungsarbeit
  • Planung und konzeptionelle Gestaltung der Betreuungstätigkeiten
  • Erste Hilfe Kurs (16 UE)

SW 60-2018 Qualifizierungslehrgang zur Heim- und Einrichtungsleitung

Kosten: 1.499,00 € (Ratenzahlung möglich)

Umfang: 332 Unterrichtseinheiten gegliedert in Präsenzunterricht und Selbststudium; berufsbegleitend

Teilnahmevoraussetzung: Diese Weiterbildung richtet sich an Absolventen der Weiterbildung zur „Verantwortlichen Pflegefachkraft nach §71 SGB XI“.

Abschluss: Die Weiterbildung endet mit einer mündlichen Prüfung. Sie erhalten ein Zertifikat der Seniorenwerk Akademie, staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte.

Ziele der Weiterbildung:

Der Lehrgang entspricht den Voraussetzungen nach § 3 Heimgesetz bzw. § 8 Heim PersV.  Nach Abschluss des Lehrgangs sind Sie in der Lage:

  • ein Senioren- und Pflegeheim sowie ein Behindertenheim zu leiten,
  • Bewohner/-innen optimal zu betreuen,
  • Arbeitsabläufe rationell zu gestalten und zu organisieren,
  • Mitarbeiter/-innen über pflegerische und technische Neuerungen zu informieren,
  • die Arbeitssituation Ihrer Mitarbeiter/-innen zu erkennen und Arbeitszufriedenheit zu ermöglichen,
  • Kooperation zwischen dem Heim und dem übergeordneten Träger herzustellen und aufrecht zu halten.

Inhalte:

  • Recht
  • Qualitätsmanagement
  • Betriebswirtschaft und Projektmanagement
  • Rechnungswesen/ Steuern
  • Integrations- und Öffentlichkeitskompetenz
  • Konzeptentwicklung
  • Kommunikation/ Gesprächsführung/ Angehörigenarbeit
  • Psychologische Kompetenz und Personalführung
  • Kollegiale Beratungs- und Vernetzungskompetenz
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Infoheft der Seniorenwerk Akademie

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Madeleine Dornhofer

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