Donnerstag, 04.04.2019 Seniorenwerk

Gute Partner: SWG und Seniorenwerk

SWG und Seniorenwerk ziehen erste positive Bilanz ihrer Zusammenarbeit

Foto: Sandra Hoche, Christian Döring und Inge Klaan (vl.n.r.) im Gespräch mit SWG-Mietern im „Café Mittendrin“ in Nordhausen-Salza. Die vier Damen auf dem Bild rechts gehören zu den Stammgästen, nutzen das Frühstücks- und Mittagsangebot regelmäßig. Foto: SWG/Susanne Schedwill

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) und das Nordhäuser Seniorenwerk ziehen eine positive Bilanz ihrer noch jungen Kooperation im Zuckerweg in Nordhausen. Gemeinsam bietet das kommunale Wohnungsunternehmen mit den Pflegeexperten in dem Seniorenwohnblock in Salza seit vergangenem Jahr flexibles Wohnen fürs Alter mit Service- und Pflegedienstleistungen an. „Unsere älteren Mieter erhalten hier Unterstützung für jede Lebenslage und können so länger in ihren eigenen vier Wänden leben bleiben“, sagte SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan. Laut der Geschäftsführerin konnte die Zufriedenheit der Mieter in den vergangenen Monaten so deutlich verbessert werden.

Rund 30 Mieter aus dem Haus werden aktuell von den Mitarbeiterinnen des Seniorenwerk-Pflegedienstes betreut. Hausdame Elke Steinbacher ist zudem erste Ansprechpartnerin für die Bewohner im Zuckerweg 3/3a, vermittelt über den ambulanten Dienst des Seniorenwerkes haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufshilfen oder Arztfahrten, organisiert Pflegeberatungen. „Das wird alles sehr gut angenommen“, sagte Klaan. 

Seit Jahresbeginn läuft auch der Bewohnertreff „Zuckerstübchen“ unter der Regie des Seniorenwerks. Mieter können das „Zuckerstübchen“ weiter für Familienfeiern gegen einen kleinen Obolus nutzen, auch die Sportgruppe trifft sich dort weiterhin regelmäßig. „Unsere Freizeitangebote wollen wir aber verstärkt im ‚Café mittendrin‘ anbieten. Die Veranstaltungen stehen allen Menschen im gesamten Viertel offen“, machte Sandra Hoche, Assistentin der Geschäftsführung beim Seniorenwerk, deutlich.

Einige Neuerungen gibt es auch im Café: So wird hier mittlerweile von montags bis freitags Frühstück angeboten, das von vielen Bewohnern gut angenommen wird. Neu ist seit diesem Jahr auch, dass das Mittagessen nicht mehr von der Großküche „Kochhaus“ geliefert wird, sondern aus der Seniorenwerkeigenen Küche im Ilfelder „Sonnenhof“ kommt. Im Gegenzug liefern die beiden Zuckerbäckerinnen aus dem Café den Kuchen für das Ilfelder Seniorenwohnheim. „Für uns ist die Zusammenarbeit ein Glücksgriff“, machte Seniorenwerk-Chef Christian Döring deutlich. Einige Bewohner äußerten bereits den Wunsch, dass das Café auch an den Wochenenden öffnen solle. Man denke zumindest darüber nach, sagte Döring. Eine abschließende Entscheidung steht aber noch aus.

 „Das Café ist ein neuer Treffpunkt im Viertel geworden. Anders als bei Essen auf Rädern sitzen die Senioren eben nicht allein in ihrer Wohnung, sondern kommen unter Menschen“, verdeutlichte Döring einen weiteren wichtigen Punkt. „Uns ist es wichtig, dass unsere Mieter im Alter nicht vereinsamen“, ergänzte Inge Klaan. Weitere Vorteile der Kooperation zwischen Seniorenwerk und Wohnungsunternehmen liegen für die SWG-Chefin auf der Hand: „Für unsere Mieter ist es einfach die flexibelste Lösung, die wir ihnen für das Alter anbieten können.“ Die Mieter können jeden Tag aufs Neue frei entscheiden, ob sie die Frühstücks- und Mittagsversorgung nutzen wollen oder nicht. Bei Krankheit oder mit zunehmendem Alter und Beschwerden könnten die haushaltnahen Dienstleistungen in Anspruch genommen werden, ein Pflegedienst ist im Haus. „Wir können hier ganz individuelle Pflegelösungen anbieten“, benennt Döring die Besonderheit des Seniorenwohnens im Zuckerweg.  

Berichterstattung:
Susanne Schedwill

Render-Time: 0.076662